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12 Ausführung

Die bauleitende Instanz mit Unterstützung der im Projekt für C2C verantwortlichen Person steht im ständigen Austausch mit den ausführenden Unternehmen, den Vorarbeiter*innen und den Handwerker*innen und überprüft den fachgerechten Umgang und Einbau der Materialien im Sinne der Kreislauffähigkeit und Materialgesundheit (HOAI LPH 8). Das Qualitätsmanagement auf der Baustelle ist für die erfolgreiche Umsetzung der C2C-inspirierten Planung von elementarer Bedeutung. Der Umgang mit Bauabfällen während des Baustellenbetriebs aus C2C-Perspektive sollte im Vorfeld verbindlich geplant werden. So können Rücknahmevereinbarungen mit Lieferanten getroffen und wenn möglich, auf Verpackungen komplett verzichtet werden.

Je mehr Beteiligte darin geschult sind, welche Ziele und Schwerpunkte in dem Bauprojekt gesetzt sind, desto reibungsloser wird die Umsetzung ablaufen. Dennoch muss der Aufwand, den die Schulungen kosten, verhältnismäßig bleiben und darauf geachtet werden, welche Stakeholder gezielt und intensiver als andere geschult werden müssen. Realistischerweise sollte davon ausgegangen werden, dass sich unter den Projektbeteiligten auch immer Personen oder Firmen befinden, die nicht aus eigener Überzeugung handeln und schlicht einen Auftrag erfüllen, auf die man jedoch angewiesen ist. Es ist wichtig, auch diesen Beteiligten immer offen gegenüberzutreten, das Gespräch zu suchen und Lösungen zu entwickeln. Eine bewährte Vorgehensweise ist die Einführung von Lean-Methoden. 

Auf der Baustelle eines C2C-inspirierten Bauprojektes sollte davon auszugehen sein und entsprechend in der Planungsphase sichergestellt werden, dass die digitale Planung mit bestenfalls allen Detaillösungen bereits ausführlich vorliegt. Kommt es dennoch zu Abweichungen von der Planung, müssen diese neu bewertet werden und in der digitalen Dokumentation des Gebäudes aktualisiert werden, damit das Gebäude im Sinne von C2C modernisiert, umgebaut und irgendwann rückgebaut werden kann. Die digitale Dokumentation als C2C-Qualität fließt ebenfalls in einigen Gebäudezertifizierungssystemen in die Bewertung ein, beispielsweise im DGNB-System. 

Abschließend sollten Erfolg und Qualität der Baumaßnahme bei Fertigstellung gemessen werden. Ein typisches Beispiel ist die Messung der Innenraumluftqualität vor Inbetriebnahme des Gebäudes und das Gebäude erst dann freizugeben, wenn die Innenraumluft nachgewiesenermaßen „gesund‟ ist. Wichtig ist dabei auch schon die Ankündigung in allen Planungs- und Ausführungsphasen, dass eine Messung durchgeführt wird und bestimmte Zielwerte zu erreichen sind. Dies fördert die ernsthafte Umsetzung der Ziele in allen Phasen und ist als eine Qualitätssicherung zu verstehen. Weitere Qualitätsmessverfahren finden sich beispielsweise im DGNB-System.