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7 Bedarf und Ziele im Projekt

7.3 Neubau oder Bestandssanierung

Mit Blick auf Herausforderungen durch den Klimawandel, knapper werdende Ressourcen, schwindende Deponiekapazitäten und angesichts des Gebäudesektors als dem derzeit rohstoffintensivsten Wirtschaftszweig, ist die Nutzung des vorhandenen Gebäudebestands von großer Bedeutung. Hierin stecken immense Materialressourcen und Graue Energie, die bereits für den Bau aufgewendet wurden – 40 % davon allein im Rohbau. Statt bestehende Gebäude abzureißen und damit bereits eingesetzte Ressourcen und Energie zu verlieren, sollte zunächst immer bevorzugt die Möglichkeit des Bestandserhalt geprüft werden. Ein wesentlicher Bestandteil der kritischen Abwägung muss dabei die Gesundheit der verbauten Materialien und die Eignung im spezifischen Nutzungsszenario sein, sodass ein gesunder Lebens- oder Arbeitsraum entsteht. Zudem sollte in allen Wirtschaftlichkeitsberechnungen ein Vergleich von Abriss oder Rückbau und Kosten eines Neubaus verpflichtend sein – immer unter Beachtung der ökologischen Auswirkungen und deren finanziellen Implikationen.

Nach der Bedarfsermittlung sollte also immer die Frage stehen, ob das identifizierte Nutzungsbedürfnis tatsächlich eine bauliche Lösung erfordert und wenn ja, ob es geeigneten Bestand dafür gibt. Sowohl die Bestandsaufnahme eines unbebauten Grundstücks, als auch die eines bebauten, wird mit besonderem Blick auf Potenziale für die Integration von Cradle to Cradle hin durchgeführt. Im Umgang mit Bestandsgebäuden sind aus C2C-Perspektive einige Besonderheiten zu beachten, um ein gesundes Gebäude zu schaffen.